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2. Unwetterkatastrophe Maimon - Bonao - Piedra Blanca

Tropensturm Olga schlägt zu ! Hier die aktuellen Meldungen
Naturkatastrophe Naturkatastrophe Naturkatastrophe Stand  18.12.07 20:41

 

23:30(MEZ)Bericht von Heinz
Um 17.00  (DR) habe ich die letzte Meldung mit Bild im Internet beobachtet und habe mich sofort entschieden zu handeln. Ich fuhr raus zum Fluss und sah, daß bereits beide Brücken überschwemmt sind. Ich habe einige Leute informiert und rief umgehend Ricardo im TV12 (Bonao) an um ihm diese Nachrichten zu geben. Über TV rief er die Bevölkerung auf alle Sachen in die Höhe zu stellen und die Nacht anderswo zu verbringen. Dann fuhr ich runter zu Manuel um die 8 Familien zu evakuieren. Eine hochschwangere Frau wurde auf jeder Seite von 2 Männern gestützt damit sie in der Schlammmasse nicht ausrutschte. Kurzes Telefon an Domki und schnell den Bericht während dem Essen schreiben. Nun gehen ich wieder hinaus um alles zu unternehmen.Verdammt wir haben hier keine Sturmsirene die alle Leute warnen könnte. So etwas muss unbedingt kommen.
18.30  Heinz
01:27Heinz
Nun haben wir im unteren Bereich die Familien in Sicherheit gebracht. Was mich erfreulich stimmte, war, daß der Zivilschutz genau da wo ich war, auftauchte. Sie wollten die Familien herausholen, aber die antworteten ihnen, daß sie auf mich warten. Also haben wir alle gemeinsame Sache gemacht, und so sollte es eigentlich immer sein. Dann brachte ich die Leute zu ihren Familien, die ja bereits von mir vorinformiert waren, und alles parat machten. Ich fuhr zum Stützpunkt vom Zivilschutz und bot dort an, weiterhin zu helfen. Sie sollen per Funk nachfragen, wie der Zustand bei den Brücken sei. Wir sollen mit 2 Mann hinauf kommen. Beide Brücken sind um 19.20  ca. 1m überschwemmt. Es regnet in Strömen, und starker Wind kommt auf. Das erschwert die Sache enorm, denn die Leute haben keinen Regenschutz. Patschnaß arbeiten sie. Auch wieder ein Detail, wo keine Sau danach fragt, unter was für Bedingungen die Leute arbeiten und helfen müssen. Ich vergewissere mich noch einmal bei den untergebrachten Familien und gab meine Telefonnummer für alle Fälle. Nach 20 Uhr fuhren wir zu mir nach Hause und die Kollegen vom Zivilschutz füllten 5 Gallonen Trinkwasser, weil sie dies sonst hätten kaufen müssen. Noch ein Beweis ,was hier alles fehlt ,oder mit anderen Worten, es fehlt an allem. Ein Dank geht an Domki, die uns gestern sehr früh vorgewarnt hat. Als ich die Satbilder sah, dachte ich nur noch, wenn das uns voll trifft , dann Gnade Gott. Wir werden wohl kaum ruhig schlafen, und hoffen das der Strom so lange wie nur möglich Licht spendet. 20.23 Uhr
13.12.07 1:27 Die neusten Bilder

12:12 Heinz

Endlich entschied sich die Behörde den Befehl zur sofortigen Schleusenöffnung bis ca. 19:00. Mit 5000 m3 / Sek. schiesst das Wasser durch den Kanal, und wenn die weiter unten Pech haben, überschwemmt es halt dort auch Häuser usw. Welche Logik steckt hinter so einer Idee? Man hätte schon seit heute morgen um 8:00 angemessen die Schleusen öffnen können.

12.12.2007 15:36 Heinz

Ich war jetzt unten, weil die Nachricht kam, daß der Fluß wieder angestiegen ist. Also raus mit der Videokamera und es ist einfach erschreckend, was man sieht. Weit und breit keine Autoritäten. Ja haben wir denn welche? Welch Ironie, und die Ärmsten bezahlen die Zeche. Heute habe ich meinen absoluten Tiefpunkt erreicht. Das Einzige was hier helfen könnte, wäre ein totaler Politablaß. so gäbe es keine Flaschen mehr und die Guten könnten endlich mal arbeiten. Kaum sage ich das, da blitzt es linke von mir und der Donner knallt durch mein Büro. Bin ich so ein schlechter Kerl, weil ich es mir erlaube, so etwas zu sagen? Wer repariert denn nun die beiden Brücken? Wer hilft beim Wiederaufbau? Hm, ich kenn die Antwort schon im voraus!

Wir sind zwischen 3 Minen und eigentlich die reichste Stadt der Insel! In der Tat, und in Wahrheit ist unsere Stadt das größte Desaster. Keine Stadt hat so schlechte Straßen wie unsere, aber wem sag ich das?

Brücke von Maimon

 

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23:58 Bonao Die Presse klagt an!

Dem zuständigen Ingenieur der für den Stausee Tavera in Santiago verantwortlich ist, werden schwere Vorwürfe gemacht. Anscheinend wurde er aus politischen Gründen von Indrhi angestellt, ist jedoch kein Wasserbau Ingenieur. Ihm war frühzeitig bekannt, dass ein Tropensturm auf die Insel kommt. Trotzdem reagierte er erst nach 1 1/2 Tagen mit einem plötzlichen Auslass von 6000 m3 pro Sekunde. Die Wassermassen schossen wie eine Bombe heraus und überschwemmten ein großes Gebiet. Die Menschen waren nicht gewarnt worden und viele Menschen hatten keine Chance. Das Militär konnte noch Personen mit Hubschraubern herausholen.

Laut Presse sind diesem Ingenieur 22 Tote und etliche Vermisste zu verdanken.

Die Schleusen von unserem Stausee Hatillo werden normalerweise nachts geöffnet. (Welche Logik) Vom Desaster in Santiago lernten sie sofort und öffneten umgehend die Schleusen und fuhren von 3000 m3 lt auf 5000m3 lt sek. Nur durch diese Erhöhung wurde in unserem Gebiet eine weitere Überschwemmung verhindert.

18.12.07 Die Strasse nach maimon im Wiederaufbau.

 

Der Wiederaufbau.

ayuda-a-la-ninez-dominicana.org

Geschrieben von: Jürgen   
Dienstag, den 11. Dezember 2007 um 09:56 Uhr
 
 
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