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Cooperacion Republica Dominicana
Gemeinnütziger Verein
VR 750 | AG TOS
Ankunft Hilfscontainer 2014


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Wie angekündigt war unser Container am 13.September in Caucedo.

Pastor Bienvenido hatte vorsorglich ........

..... schon alle benötigten Papiere zusammen.
Doch wie jedes Mal kam alles ganz anders.
Beim ersten Öffnen machten die Piraten am Hafen direkt verständlich, daß sie an dem Inhalt sehr interessiert seien,
und fingen schon an, Einiges zu beanspruchen.

Da kamen Sprüche wie, das Fahrrad gehört mir, oder das bekomme ich.
Da platzt auch einem Pastor der Kragen.
Unser Pastor mußte schon sehr energisch werden, damit der Container wieder verschlossen wurde.
Doch das war nur der Anfang der Schikanen.

In der nächsten Zeit wurde Pastor Bienvenido von einer Behörde zur anderen gescheucht, um immer neue Papiere zu
besorgen, die dann doch nicht benötigt wurden und somit völlig überflüssig waren.
Nach drei Wochen kam die Hafenbehörde auf die Idee, auf unsere Spenden Mehrwertsteuer zu erheben, alles in Allem
knapp 10 000 Euro.
Das ganze Theater zog sich noch eine Weile hin.

Als Krönung in dem ganzen Zirkus kam die Aussage, man könne den Container auch so lange stehen lassen, bis wir
kein Geld mehr haben, und alles versteigert werden kann.
Mittlerweile hatten wir das Auswärtige Amt, die deutsche Botschaft und auch die dominikanische Botschaft in Berlin
eingeschaltet.
Jeder war entsetzt, aber keiner konnte etwas tun.

Pastor Bienvenido lief sich von Behörde zu Behörde die Hacken rund.
Die Hafenbehörde sah uns offenbar als sichere Einnahmequelle.


Dieser Hafen ist in der Vergangenheit schon des öfteren wegen unverschämter Gebührenberechnung aufgefallen.


Nach wochenlangem Gezerre einigte man sich, und der Container wurde endlich frei gegeben.
Auf den Tag genau nach sechs Wochen konnte der Pastor den Hafen mit unseren Spenden verlassen.
Die Menschen in Angelina hatten in der ganzen Zeit mitgelitten und gehofft, daß alles ein glückliches Ende nimmt.
Als der Container dann endlich kam, waren viele da, um zu helfen.
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So dauerte es nur wenige Stunden, und alles war ausgeladen.
Nach dieser Erfahrung haben wir uns entschlossen, keinen Container mehr auf die Insel zu schicken.
Die Kosten im Hafen von Caucedo beliefen sich auf insgesamt 3800 Euro.
Ab sofort werden wir Spenden für einen Spielplatz sammeln.
Die Kinder in Angelina haben keine Möglichkeit, vernünftig zu spielen. Sie kennen keinen Sandkasten, keine
Schaukel oder andere Spielgeräte.
Bevor wir noch einmal als Geldquelle benutzt werden, machen wir lieber die Kinder dort glücklich und bauen
ihnen einen wunderbaren Spielplatz.

Fazit:
Um in der Dominikanischen Republik Hyänen zu beobachten, braucht man nicht in den Zoo gehen.

Man kann sie im Hafen von Caucedo beobachten, wenn ein Container geöffnet wird.

 

Barbara Möhler

1.Vorsitzende

 

Geschrieben von: Barbara   
Donnerstag, den 11. Dezember 2014 um 00:33 Uhr
 
 
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